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Die erste Woche

September 6, 2026
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5 min read
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Das wird ein (vielleicht) langer Text-Post. Fühlt euch nicht unter Druck gesetzt, das alles zu lesen. Ich werde einfach meine Gedanken aufschreiben - oder es zumindest versuchen lol

Der Anfang

Ich bin jetzt seit fast einer Woche hier und ich bin ehrlich: Am Anfang war ich sehr skeptisch und auch irgendwie genervt und überfordert von allem, aber jetzt nach den ersten 5 Tagen ist es so viel besser geworden. Ich war genervt von dem Internet (s. Screenshot), verwirrt von den Straßen und meine Fahrrad hat faxen gemacht. Dann kam noch dazu, dass ich mein Werkzeug zuhause vergessen habe und neues kaufen musste, um mein Fahrrad zu fixen und das hat alles dazu geführt, dass ich echt nicht gut drauf war...

Dann kam noch dazu, dass die vom Stipendium Sachen nachgereicht haben wollten und mir nicht geglaubt haben, dass ich die Anzahlung an Gobelins tatsächlich geleistet habe und wollten einen detaillierten Nachweis haben. Dann habe ich Ihnen direkt beide (Anzahlung + Rest) geschickt und jetzt haben sie hoffentlich alles was sie brauchen. Meine Uni in Deutschland hat dann auch noch nach Krankenkassen-Sachen gefragt wodurch sich die Erstattung der Studiengebühren auch verzögert hat. Da sollte jetzt aber auch alles laufen. Als wäre das alles nicht schon nervig genug, habe ich jetzt auch nur noch 3-4 Wochen für drei Abgaben, die ich in Deutschland noch machen muss, wenn ich nächstes Semester meinen Bachelor machen will, was ich aber unbedingt möchte, damit ich nächsten Winter nach Ludwigsburg kann und nicht noch ein Jahr warten muss.
Außerdem habe ich 24 Mückenstiche (vom ersten See-Besuch wahrscheinlich haha) aber ich denke, die habe ich jetzt auch im Griff.

Es geht bergauf (auch literally)

Also all in all ging es sehr holprig los. Aber heute war so der erste Tag, wo ich das Gefühl hatte, dass ich alles einigermaßen unter Kontrolle hatte: Mit dem Stipendium sollte jetzt alles fix sein und vielleicht kommt ja jetzt mal ein wenig Geld (lol), Die Uni in Deutschland hat alles was sie braucht, mein Fahrrad fährt, ich habe mich an die Straßen und den Verkehr gewöhnt und heute das erste Mal in der Wohnung hier vernünftig "gekocht" (Falls man das bei Burgern behaupten kann) und sogar geschafft, etwas für die Uni zu machen! :D

Ich fahre hier mittlerweile SUPER GERNE Fahrrad weil Fahrräder hier so sehr respektiert werden irgendwie. Also ich freue mich wirklich jedes mal, wenn ich irgendwo mit dem Fahrrad hin muss. Es gibt fast ausnahmslos überall eine extra Fahrradspur, wenn nicht sogar eine eigene Straße für FahrradfahrerInnen. Die Berge hier sehen von weit weg zwar schön aus, aber mit dem Fahrrad ist es manchmal echt krass, aber machbar im ersten Gang.
Das macht einfach Spaß :)

Die letzten Tage habe ich außerdem sehr viel prokrastiniert weil ich einfach sehr viel um die Ohren hatte. Dementsprechend habe ich Abends nur noch gegessen, ein paar Videos geschaut und bin schlafen gegangen und nichts mehr für meine Abgaben gemacht. Mir ist aufgefallen, dass ich hier gottlos viel doomscrolle und das nervt mich auch. Ich bin die letzten Tage immer erst ultra spät im Bett gewesen bzw. eingeschlafen (aber um ehrlich zu sein, sind es hier auch jeden Tag 30+ Grad aktuell und meine Wohnung ist im Dach, also ist es HEIß heiß). Dadurch bin ich dann immer erst sehr spät aufgestanden und der Tag war schon halb rum. Ich hatte das in Detmold die letzten Wochen und Monate eigentlich echt gut drin aber hier ist es jetzt irgendwie total eingebrochen. Heute möchte ich aber auf jeden Fall vor 1 Uhr im Bett liegen, damit ich morgen vernünftig mit Uni weitermachen kann, damit ich mich in 2 Wochen voll auf Gobelins konzentrieren kann.

Freunde?

Das einzige wo ich mir aktuell noch Gedanken zu mache ist die Angst, keine Freunde zu finden aber ich glaube, das ist eine irrationale Angst, weil die Kurse sehr praxisnah und kommunikativ gestaltet sein werden. Außerdem sitzen da wahrscheinlich sowieso mehr internationals als FranzosInnen und dann wird auf jeden Fall Englisch gesprochen, aber ich glaube, das wird es sowieso.
Ich stelle mir die Kurse so vor, dass man einen Shot bespricht, sich alle dadran setzen und man iwie stündlich so Feedback-Runden macht und sich zwischendurch so über die Schulter schaut. Und ich glaube, dass man dadurch ganz gute connecten kann und sich dann vllt mal fürs Wochenende oder so verabredet.
Optimistisch wie ich bin, kann ich mir das aber auch sehr gut vorstellen :)

Aussicht

Ich möchte gerne meine Abgaben alle fertig haben, damit ich ganz ganz viel Zeit für das Musikvideo oder den einen oder anderen Instagram-Post habe, das fänd ich toll.
Ich möchte außerdem ein paar Animation-Basics wiederholen, bevor ich in 2 Wochen an der renomiertesten Animationsschule der Welt vor einem Pixar oder Illumination Animator stehe - mein Imposter Syndrom spiked aktuell so sehr wie noch nie, das ist wirklich krass... aber das wird schon, ich bin ja nicht ohne Grund hier gelandet glaube ich.

Mein Plan ist jetzt, mich wirklich mal am Riemen zu reißen, vernünftig schlafen zu gehen, morgens zur Abwechslung mal was zu frühstücken und ein bisschen Meter bei meinen Abgaben zu machen. Ich muss die Freizeit, die ich dadurch gewinne wirklich als Hauptmotivator nutzen, dann geht das ruck zuck, sag ich.

Dann kann ich am Musikvideo arbeiten, noch mehr Fototouren machen, die Stadt erkunden und vielleicht auch einfach mal Pause machen, bevor es dann richtig los geht.

Ich freue mich so so sehr darauf, wenn die Kurse losgehen und bin so gespannt, was sich dieses Semester sonst noch so ergibt und was mich erwartet. Ich bin super aufgeregt und optimistisch, Ich freu mich.

Gute Nacht <3


Kleiner Disclaimer:
schreibt bitte euren Namen zu den Kommentaren, weil sich das sehr komisch anfühlt, wenn ich Kommentare nicht zuordnen kann, ggf lösche ich die einfach, danke lg

Comments
Nele Nele
Du schaffst das, Let’s goooooo 💪

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